DSLK 2025 – Rückblick  |  Taxonomie:

Wir waren für Sie dabei!

Rückblick auf das Startchancen-Forum des DSLK 2025

Unsere Eindrücke vom Deutschen Schulleitungskongress 2025

Im Spannungsfeld von freiem Denken, Mut und bürokratischen Vorgaben      

Der Deutsche Schulleitungskongress 2025 bot erneut die Chance, zentrale Themen der Schulentwicklung zu diskutieren. Besonders deutlich rückte in diesem Jahr das Startchancenprogramm in den Mittelpunkt. Während Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung zu Mut und freiem Denken ermunterten, zeigte sich im Austausch mit Schulleitungen ein komplexeres Bild: Zwischen bürokratischen Hürden, hohen Anforderungen und begrenzten Ressourcen ist mutiges Handeln und freies Denken nur dann möglich, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.   

In diesem Beitrag bündeln wir unsere Eindrücke aus zwei Formaten des Startchancen-Forums – und damit aus politischer, wissenschaftlicher und schulischer Perspektive. 

Format 1: „Perspektiven auf Startchancen aus Sicht von Ministerien, Fortbildungsinstituten, Schulleitung, Praxis und Wissenschaft sowie weiteren Akteuren“ 

Im Panel „Steuerung des Startchancen-Programms in Bund und Ländern“ wurde schnell deutlich, wie unterschiedlich das Programm je nach Rolle wahrgenommen wird. 
Ministerien warben dafür, bei der Umsetzung von Maßnahmen in Säule II so frei wie möglich zu denken und innovative Ideen einzubringen. Außerdem sollte das Thema Demokratiebildung von Anfang an mitgedacht werden, um junge Menschen in dieser Gesellschaft zu verankern.  

Schulleitungen schilderten demgegenüber, wie bürokratische Vorgaben, Zeitdruck und fehlende Ressourcen kreative Spielräume begrenzen. Sie fühlen sich durch bürokratische Hürden ausgebremst und fordern, dass zunächst einmal die Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um mutig sein zu können. Denn an Mut zu Veränderung mangelt es nicht.

Zentrale Impulse aus der Runde:   

  • Austausch zwischen Schulen und Verwaltung stärken   
  • Zusammenarbeit aller Ebenen auf Augenhöhe   
  • Vertrauen als Grundlage für Innovation   
  • Kein „entweder/oder“ bei Säule II: Lebensraum Schule und fachdidaktische Impulse   
  • Bürokratie abbauen, um Gestaltungsräume zu öffnen   

FAZIT: Wir haben innovative Ideen und Mut zur Veränderung. Jetzt müssen wir den Weg für die Umsetzung frei machen. 

Panelgäste:
Dr. Martina Diedrich (CHANCEN-Verbund), Dr. Bernd Uwe Althaus (Thüringen), Jürgen Böhm (Sachsen-Anhalt), Torsten Klieme (Bremen), Kornelius Knettel (Familiengrundschulzentrum Düsseldorf), Ursula Dreeser (Bonns Fünfte), Prof. Dr. Stephan Gerhard Huber (Linz School of Education)  

Format 2: „Wo drückt der Schuh?“ – Einblicke in Austausch & Hackathon 

Unter der Moderation von Anna Papadopoulos und Georg Babing (edusiia) sowie Thomas Schmidt (Helliwood media & education) wurde das Format „Wo drückt der Schuh?“ umgesetzt – ein Mix aus moderierten Thementischen, offener Problemreflexion und kompaktem Hackathon. Ziel war es, aktuelle Herausforderungen rund um das Startchancenprogramm sichtbar zu machen und gemeinsam erste Lösungsansätze zu entwickeln.

Was Schulen derzeit am meisten fordert 

Die Diskussionen konzentrierten sich auf wiederkehrende Themen: 

  • tragfähige, zukunftsorientierte pädagogische Konzepte entwickeln 
  • Kollegien einbinden, überzeugen und gleichzeitig entlasten 
  • bürokratische Hürden bei Mittelbewilligung und Nachweisen  
  • Selbstwirksamkeit von Schüler*innen und Lehrkräften stärken 
  • passende Angebote zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen finden 
  • Zeitmangel, Organisationsdruck und Fachkräftemangel 

Vom Problem zur ersten Idee 

In den Mini-Hacks entstanden pragmatische erste Ansätze:
mehr Ressourcen für Leitungsteams, weniger Unterrichtsverpflichtung, strukturelle Entlastung, offensive Fachkräftegewinnung, neue Formen der Zusammenarbeit und mehr „Denkzeit“ für Leitungsteams und Steuergruppen. 

Unser Fazit: Ein Hackathon löst keine systemischen Probleme – aber er schafft Austausch, Orientierung und erste Schritte. 

Startchancenprogramm: Warum Schulleitungen gefordert sind
Das Programm ist eine enorme Aufgabe: Mittel sichern, Konzepte entwickeln, Kollegien mitnehmen, Maßnahmen ableiten – und all das abgestimmt über Länder- und Bundesebene hinweg. Viele Schulen schaffen das nicht allein. 

Genau hier wird die zentrale Herausforderung sichtbar:
Schulentwicklung verlangt Mut – aber Mut entsteht erst, wenn Struktur, Orientierung und Entlastung vorhanden sind. 

Wie xmentors Schulen im Startchancenprogramm stärkt 

Aus unserer Arbeit wissen wir, wie anspruchsvoll dieser Prozess ist. Wir begleiten Schulleitungen und Steuerteams dabei, 

  • Orientierung im Gesamtprozess zu gewinnen, 
  • Konzepte kollaborativ zu entwickeln, 
  • Kollegien aktiv einzubinden, 
  • konkrete Umsetzungsschritte strukturiert zu planen. 

Nicht als externe Besserwisser, sondern als Partner auf Augenhöhe – genau dort, wo Schulen Entlastung, Struktur und Klarheit brauchen. 

Sie wünschen weitere Informationen? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

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